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Straßenbeleuchtung

Hinweise zur Umsetzungsbegleitung

  • Voraussetzung für die Beantragung einer Umsetzungsbegleitung ist ein abgeschlossener Energienutzungsplan.
  • Die Umsetzungsbegleitung von Maßnahmenempfehlungen aus Energienutzungsplänen durch fachkundige Dritte soll die Beratung und gutachterliche Unterstützung der Kommune insbesondere die gezielte Einbindung der beteiligten Akteure umfassen und erfolgt nur, wenn kein fachlich dafür geeignetes Personal vorhanden ist.
  • Die Projektbearbeitung der Umsetzungsbegleitung beinhaltet die Bearbeitungsschritte des Schwerpunktprojekts Straßenbeleuchtung im Energienutzungsplan, erweitert um die nachfolgenden Bestandteile:
    • Vertiefte Akteursbeteiligung (z.B. Einbindung von betroffenen Bürgern, Energieversorgungsunternehmen etc.)
    • Klärung rechtlicher und energiewirtschaftlicher Fragestellungen
    • Unterstützung bei der Ausarbeitung von Betreiber- und Preisbildungsmodellen
    • Projektübergabe an den Fachplaner

Zielsetzung

Es soll geprüft werden, ob die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf effiziente Beleuchtungstechnik technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Nach einer Bestandsaufnahme der Beleuchtung im Ist-Zustand sind verschiedene Beleuchtungsvarianten technisch zu entwickeln und zu bewerten. Die als technisch positiv bewerteten Beleuchtungslösungen sind anschließend einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu unterziehen.

Nach Abstimmung mit allen relevanten Akteuren soll für die Vorzugsvariante eine vertiefende Betrachtung im Hinblick auf rechtliche und energiewirtschaftliche Fragestellungen erfolgen. Sämtliche Berechnungen sollen vor Umsetzung des Projekts an die Fachplaner übergeben werden.

Methodik und Ergebnisse

Verifizierung und Aktualisierung der Berechnungen aus dem Energienutzungsplan

In einem Energienutzungsplan werden Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet und in einen Maßnahmenkatalog überführt. Die Umsetzungsbegleitung bietet die Möglichkeit, diese Maßnahmenvorschläge aufzugreifen und umfassend auf technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit hin untersuchen zu lassen (durch fachkundige Dritte). Im ersten Schritt gilt es daher den Maßnahmenkatalog und vorhandene Berechnungen aus dem Energienutzungsplan zu prüfen. Die vorhandenen Berechnungen sollen (ggf. nach Aktualisierung) für die nachfolgend beschriebene Vorgehensweise herangezogen werden.

Bestandsaufnahme / Grundlagenermittlung

Die Bestandsaufnahme erfolgt anhand vorhandener Bestandslisten (Kommune, Betreiber Straßenbeleuchtung) oder durch eine komplette Bestandsaufnahme, falls nur unzureichende Daten vorhanden sind.

Darstellung Einsparpotenzial

Aufbauend auf der Erfassung und Bewertung der Beleuchtungssituation im Ist-Zustand werden verschiedene Beleuchtungsvarianten entwickelt

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für die verschiedenen Varianten

Unterstützung bei der Stellung von Förderanträgen

Klärung rechtlicher und energiewirtschaftlicher Fragestellungen

Aufbauend auf den Ergebnissen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erfolgt (in Abstimmung mit den verantwortlichen Akteuren und den EVU) die Klärung rechtlicher und energiewirtschaftlicher Fragestellungen für die Vorzugsvariante.

Projektübergabe an den Fachplaner

Sämtliche Berechnungen und Ergebnisse müssen nach der Konzepterstellung transparent an den Fachplaner übergeben und erläutert werden.

Handlungsempfehlung

Als Ergebnis der Berechnung ist eine neutrale Handlungsempfehlung abzugeben. Darauf basierend kann eine Entscheidung für oder gegen die Umsrüstung der Straßenbeleuchtung in den entsprechenden Gremien diskutiert werden.

Nicht Bestandteil der Förderung

Die Ausführungs- und Detailplanung ist explizit nicht Bestandteil der Umsetzungsbegleitung.

Datengrundlage

Abzugebende Unterlagen