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Wärme

Zielsetzung

Ziel ist die Ausweisung der Wärmenachfrage jedes Bestandsgebäudes im Untersuchungsraum. Die Ergebnisse dienen der Erstellung einer Ist-Bilanz der Wärmenachfrage für den Untersuchungsraum. Sie sind wesentliche Grundlage für Potenzialanalysen, wie etwa dem Ausbaupotenzial von Wärmenetzen, der energetischen Sanierung von Gebäuden oder dem Einsatz erneuerbarer Wärmeerzeuger.

Methodik und Ergebnisse

Gebäudescharfes Wärmekataster

Das gebäudescharfe Wärmekataster ist zentraler Bestandteil des Energienutzungsplans und dient als Grundlage für die Erstellung von Energiebilanzen, zur Ermittlung des Potenzials der energetischen Gebäudesanierung, zur Planung von Nah- und Fernwärmeversorgungslösungen sowie zur Berechnung von Potenzialen der erneuerbaren Energieversorgung von Gebäuden (z.B. Solarthermie, oberflächennahe Geothermie).

Aus den nachfolgenden Datengrundlagen ist für jedes Gebäude im Betrachtungsgebiet zu berechnen:

Die Methodik zur Berechnung des witterungsbereinigten Wärmebedarfs ist zu dokumentieren. Die Ergebnisse der Berechnungen sind kartografisch in einem GIS-System (kompatibel mit der Bayerischen Landesverwaltung, z.B. shape-File) darzustellen

Energiebilanz Wärme im Betrachtungsgebiet

Im nächsten Schritt ist die Summe des gebäudescharfen Wärmebedarfs für das gesamte Betrachtungsgebiet aufgeteilt nach den einzelnen Energieträgern darzustellen. Die Unterteilung nach Energieträgern ermöglicht die Berechnung der durch den Wärmeverbrauch hervorgerufenen CO2-Emissionen.

Anschließend ist der Wärmebedarf getrennt für die nachfolgenden Verbrauchergruppen auszuweisen:

Die Verbrauchergruppe „Private Haushalte“ umfasst alle zu Wohnzwecken genutzten Flächen im Betrachtungsgebiet. Dies schließt sowohl Wohnungen in Wohngebäuden, als auch in Nicht- Wohngebäuden (z. B. hauptsächlich gewerblich genutztes Gebäude mit integrierter Wohnung) ein.

In der Verbrauchergruppe „Kommunale Liegenschaften“ werden alle Liegenschaften der Kommunen, inklusive Straßenbeleuchtung und gemeindeeigener Ver- und Entsorgungseinrichtungen, zusammengefasst. Zudem sollen (falls vorhanden) Gebäude des Landkreises, des Bezirks und des Bundes erfasst werden.

In der Verbrauchergruppe „Wirtschaft“ werden alle Energieverbraucher zusammengefasst, die nicht in eine der Verbrauchergruppen „Private Haushalte“ oder „Kommunale Liegenschaften“ fallen. Dies sind z.B. Betriebe aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie. Auch Landwirtschafts- und als Tourismusbetriebe gemeldete Unternehmen sind dieser Verbrauchergruppe zugeordnet.

Datengrundlage

Für Objekte ohne direkte Datenerhebung sollen die nachfolgenden Datengrundlagen erfasst und als Basis für die Berechnungen des gebäudescharfen Wärmebedarfs herangezogen werden. Der Berechnungsweg ist zu dokumentieren.

Abzugebende Unterlagen

 

Beispiele

Wärmeverbrauch nach Energieträger

Wärmeverbrauch nach Energieträger
Wärmeverbrauch gesamt nach Energieträger

 

Wärmeverbrauch nach Sektoren

Wärmeverbrauch nach Sektoren
Wärmeverbrauch nach Verbrauchergruppen